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"Luftfracht benötigt fünf Tage"
<2010-11-12>
Sind Nachtflüge wegen eiliger Fracht unverzichtbar? "Luftfracht benötigt fünf Tage, davon einen Tag Lufttransport, der Rest ist Bürokratie" - sagt der Chef des Weltverbandes IATA.

Der Chef des Weltverbandes von 230 Fluggesellschaften, Giovanni Bisignani, kritisierte am 2. November 2010 in Frankfurt die vorhandenen Sicherheitssysteme zur Kontrolle von Luftfracht als "unzureichend": »Die durchschnittliche Transportdauer in der Luftfracht liegt gegenwärtig bei fünf Tagen, davon entfällt lediglich ein Tag auf den physischen Lufttransport - der Rest ist Bürokratie«.

Diese bemerkenswerte Bilanzierung des Zeitaufwandes für den Lufttransport von Fracht relativiert, nach Bewertung des Klägeranwaltes im Verfahren zum Flughafen Frankfurt Matthias Möller-Meinecke, "erheblich die Notwendigkeit, Frachtflugzeuge während der acht Nachtstunden starten und landen zu lassen".

Ein ähnliches Eingeständnis musste das Unternehmen Lufthansa Cargo auch bei der Schilderung konkreter Transportabläufe im Klageverfahren gegen den Ausbau des Flughafens Frankfurt vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof machen. Möller: "Auch dort wurde deutlich, dass die über den Flughafenzaun angelieferte Fracht längere Zeit auf dem Flughafen verbleibt, bevor sie dann nach heutiger Praxis während der Nachtstunden etwa in die Vereinigten Staaten geflogen wird und dort wiederum erst nach vielen Stunden das Flughafenareal verlässt."

Mit einer Kontrolle und Zollabfertigung der Luftfracht schon beim Hersteller der Lieferanten könnte, so das Resümee von Möller, "die Notwendigkeit entfallen, Luftfahrzeuge während der Nachtstunden starten zu lassen, ohne dass eine zeitliche Verzögerung eintreten würde."


Autor: Matthias Möller-Meinecke, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht

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Nachtflugverbot Flughafen-Ausbau

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