Wütender Bür­ger-Protest gegen Recyc­ling­betrieb Isorec in Mannheim
Von: @RA Möller-Meinecke <2015-07-27>
In Mann­heim wird ein Betrieb ange­siedelt, der Dämm­mate­rial verar­bei­ten will.

In Mannheim in der Ruhrorter Straße wird ein weiterer Recyclingbetrieb angesiedelt, der Dämmmaterial verarbeiten will. Dagegen protestieren die Anwohner. Für Erklärungen von Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala (Grüne) und Isorec-Geschäftsführer Winfried Meier, der ankündigte, weitere Anlagen in Nordwestdeutschland und bei Berlin aufbauen zu wollen, gab es bei einer teilweise tumultartigen Bezirksbeiratssitzung anhaltende Buh-Rufe.

In Mannheim, so informierte die Bürgermeisterin jetzt, wird vom Würzburger Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ein sogenanntes humantoxikologisches Gutachten erstellt, zu dem auch ein drei Tage andauernder Probelauf angesetzt wird, bei dem etwa 500 Tonnen des Dämmmaterials verarbeitet werden sollen. Die dabei gewonnenen Daten werden "ausgewertet und eine Genehmigung wird nur erteilt, wenn ein gefahrloser Betrieb möglich ist", heißt es in einer schriftlichen Erklärung, die Kubala im Bezirksbeirat verteilen ließ. Gutachter ist Dr. Jürgen Meinhardt. Am selben Institut, allerdings in einer anderen Abteilung, war auch der Gießener Professor Dr. Stefan Gäth tätig, der das Verfahren mitentwickelt hat, nachdem bei der umstrittenen Firma Woolrec Mineralfasern verarbeitet wurden.


Autor: Matthias Möller-Meinecke, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht

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