Edificia: EDIFICIA Rechtsanwälte
Planer müssen eigene Risiken absichern
<2011-02-03>
Vertragsgestaltung im Bauwesen erfordert Fachwissen, das selbst ein erfahrener Planer nicht haben kann. Im eigenen Interesse sollten Planer daher Risikovorsorge treffen, mahnt die ARGE Baurecht.

Architekten und Ingenieure müssen heute nicht nur die technischen Regeln des Bauens beherrschen, sondern sie sollen sich darüber hinaus auch mit komplizierten rechtlichen Spezialfragen auskennen. Das erwarten die Bauherren. Die Planer sind damit aber häufig überfordert, denn gerade die Vertragsgestaltung im Bauwesen erfordert Fachwissen, das selbst ein erfahrener Planer nicht haben kann. Planer, so mahnt die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein (DAV), müssen deshalb im eigenen Interesse Risikovorsorge treffen und sich nicht vom Investor in prekäre Situationen drängen lassen, für die sie später gerade stehen müssen.

Baufachanwälte können Planer unterstützen, beispielsweise, so Bauanwalt Matthias Möller-Meinecke, "durch rechtssicheren Schriftverkehr, bei der Abwicklung und Beschleunigung von Abrechnungsstreitigkeiten, sie helfen auch bei der Durchsetzung von Honoraransprüchen und bei der Abwehr von Schadensersatzansprüchen und beim Umgang mit Haftpflichtversicherern, etwa zur Sicherung des Versicherungsanspruchs. Unentbehrlich für jede erfolgreiche Zusammenarbeit sind klare Verträge." So individuell wie das Werk, so rät Möller-Meinecke, so sollten auch die Verträge der Planer sein.


Autor: Matthias Möller-Meinecke, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht

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Bau- und Planungsrecht Schadensersatz Architektenvertrag

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